Forschungsprojekte

Forschungsprojekte

Die folgenden Forschungsprojekte werden momentan von der HCI Gruppe bearbeitet.

Functional Biometrics

Gefördert durch die DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Dauer: 3 Jahre

Die Anzahl an Systemen an denen wir und authentifizieren müssen steigt stetig an. Klassische Authentifizierungsverfahren wie PIN und Passwort überfordern die Nutzer, da diese Dutzende Passwörter behalten müssen. Außerdem sind nutzerdefinierte Passwörter vorhersehbar. Um diesen Schwächen entgegenzuwirken werden immer mehr Geräte wie Laptops und Smartphones mit biometrischen Authentifizierungsverfahren ausgestattet. Die weitverbreitetsten sind hierbei Fingerabdruck und Iris-Scan, welche den Körper als physikalisches Token zur Identifizierung des Nutzers benutzen. Obwohl diese Verfahren momentan eine hinreichende Sicherheit bieten hab diese zwei inhärente Nachteile: (1) der Nutzer kann sein biometrisches Passwort nicht ändern und (2) der Nutzer hinterlässt seine biometrischen Passwörter überall (z.B. Fingerabdrücke in der Umgebung oder Gesichts- und Körperaufnahmen durch Überwachungskameras).

Um diese Herausforderung zu lösen postulieren wir eine neue Klasse biometrischer Authentifizierungsverfahren, Funktionale Biometrie genannt, vor. Funktionale Biometrie nutzt den Körper des Nutzers als Funktion. Sie nutzt nicht nur den Körper des Nutzers sondern zusätzlich ein Eingangssignal, dass vom System, an das der Nutzer sich authentifizieren möchte, generiert wird. Dieses Eingangssignal (z.B. ein auditiv, elektrisch oder haptischer Stimulus) wird durch den Körper des Nutzers modifiziert und spiegelt eine charakteristische Reaktion durch eine nutzerspezifische Reflektion zurück (z.B. das reflektierte Audiosignal oder eine Muskelreaktion). Diese charakteristische  Reaktion wird als biometrisches Passwort genutzt. Es wird durch das System wiederrum gemessen und mit einer vorher gespeicherten Reaktion verglichen (i.e., das Passwort), um den Nutzer zu authentifizieren.

Funktionale Biometrie kombiniert die Vorteile von wissensbasierter Authentifizierungsansätzen wie alphanumerischen Passwörtern (i.e. wechselbar, Vielzahl Passwörter pro Nutzer) mit den Vorteilen der Biometrie (i.e., keine kognitive Last bei der Authentifizierung und Nutzer muss sich kein Passwort merken). In diesem Projekt wird der Gestaltungsraum von funktional biometrischen Ansätzen untersucht. Hierbei wird die grundsätzliche Eignung verschiedener Sensorik und Aktuatorik untersucht, Modelle und Algorithmen entwickelt und angepasst, um Nutzer automatisiert zu authentifizieren und Forschungsdemonstratoren und ein Referenzframework basierend aus dem gewonnen Wissen entwickelt.

 

Computing for Intercultural Competence

ComIC

Funded by the DAAD (German Academic Exchange Service)

Duration: 01.01.2018-31.12.2020

The ComIC (Computing for Intercultural Competence) project promotes the intercultural dialog between Islamic and European countries using “computing” and “research” as the common language to tackle emerging challenges. Intercultural dialog refers to proactive awareness and preparedness to integrate within other societies in social and professional aspects. This is particularly important when considering the IT industries in western and Islamic countries. In western countries, there is a gap between the number of available computing jobs and the number of qualified computing professionals. It is known that there are more computer science related job opportunities than computer science students. On the other hand, there is a misconception in Egypt that there are no jobs for computer science graduates.

Motivated by this misconception and to create more awareness and a better understanding for the opportunity between both worlds, we propose the ComIC project. The project consists of 12 activities that will foster the cultural dialog, modernize teaching, empower young and, particularly, female researchers, create research networks between Germany and Egypt, and support cultural development. Within these activities, we will conduct workshops and hackathons with participants from both institutions. We particularly focus on using computing technology to bridge the gap between both worlds and create a common ground. We strongly believe that computing technology has the potential to ease up mutual understanding of cultural differences. We will use computing technology (e.g., virtual reality or serious games) and research methodologies (e.g., from Human-Computer Interaction) for solving relevant societal challenges the Islamic world is currently facing. We will offer young researchers and teaching assistants from the GUC the possibility to gain experience at the UDE and vice versa. Moreover, the project expands the strong research network of the two universities through their regional partners. Furthermore, it is a platform for nourishing core scientific values and ethics like promoting gender equality.